Thema 

 


Belastungsfaktoren bei Kindern und Jugendlichen aus intersektionaler Perspektive

Nicole von Langsdorff

Kinder und Jugendliche, die von Benachteiligungen betroffen sind, müssen ihre Lebenswelt unter schwierigen Lebensbedingungen gestalten. Sie erleben Belastungen, denen Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Angeboten begegnen muss. Um Angebote zu schaffen bzw. zu verändern, muss allerdings zunächst ein Bewusstsein für das Erkennen von Belastungssituationen geschaffen werden. Belastungen existieren selten isoliert, sondern viel häufiger in überlappender, sich überschneidender Form auf mehreren Ebenen. Mithilfe eines intersektional ausgerichteten Blickes kann es möglicherweise gelingen, diese Überschneidungen zu erkennen und ggf. Maßnahmen der Gegensteuerung zu entwickeln.

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Jugend und gesellschaftliche Ausgrenzung

Jugendliche im Kontext von Klasse, Transnationalität und Migration

Holger Schoneville und Werner Thole

Wenn heute über die Frage gesellschaftlicher Ausgrenzung1 der Jugend nachgedacht wird, plädieren gute Gründe dafür, dieses Nachdenken gleich mehrfach zu irritieren. Die nachfolgend verfolgte These ist, dass die Rede von »der Jugend« als eine homogene, durch generationale Ordnung hergestellte, gesellschaftliche Gruppe theoretische Probleme provoziert und der empirischen Wirklichkeit nicht gerecht wird. Beide Hinweise plädieren dafür, die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Jugendlichen sensibler wahrzunehmen als es zuweilen in politischen und öffentlichen Diskursen der Fall ist.

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Innerfamiliäre Konflikte, Trennung und Scheidung

Peter Noack

Wenn auch nicht die Mehrheit, so erlebt eine große Zahl von Kindern die Trennung ihrer Eltern. In diesem Beitrag wird erläutert, dass die Mehrheit dieser Jungen und Mädchen diese Herausforderung ohne starke negative Konsequenzen für ihre Entwicklung bewältigen, während eine Untergruppe deutliche Belastungen zeigt. Nachdem zunächst Trennungsfolgen i.e.S. von möglichen Selektionseffekten unterschieden werden, geht es im Weiteren vor allem, erstens, um die Frage, welche Aspekte des Trennungsgeschehens wesentlich für problemhafte Folgen verantwortlich sind, sowie, zweitens, darum, welche Bedingungen dazu beitragen, dass eine Trennung nicht auf alle Jungen und Mädchen dieselben Effekte zeitigt. Vor diesem Hintergrund lassen sich Ansatzpunkte für eine Unterstützung der betroffenen Familien identifizieren.

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Kinder psychisch erkrankter Eltern – Risiken, Belastungen und Schutzfaktoren

Albert Lenz

Das Zusammenleben mit psychisch erkrankten Eltern erhöht das kindliche Risiko für einen ungünstigen Entwicklungsverlauf. Die Kinder stellen daher eine besondere psychiatrische Risikogruppe dar. In dem Beitrag werden in einem ersten Schritt die Belastungsfaktoren auf der Elternebene, der familiären Ebene, der Kindebene und der soziale Ebene beschrieben, die dafür verantwortlich sind. Ob Kinder psychisch erkrankter Eltern selbst erkranken oder auffällig werden, hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von Schutzfaktoren ab. Neben der Beziehungsqualität spielt hier die familiäre Krankheitsbewältigung als Schutzfaktoren eine zentrale Rolle. Diese Erkenntnisse der Resilienzforschung werden in einem zweiten Schritt dargestellt und daraus Konsequenzen für die Praxis abgeleitet.

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Sekundäre Armutsprävention – Unverzichtbares Qualitätsmerkmal kommunaler Kinder-, Jugend- und Sozialpolitik

Margherita Zander

Aufwachsen in Armut stellt ein zentrales Entwicklungsrisiko für Kinder dar. Trotz Reichtum und Wohlstand verharrt Kinderarmut in Deutschland bereits seit Längerem auf sehr hohem Niveau. Bund, Länder und Kommunen müssten eigentlich eine gemeinsame Strategie entwickeln, um dem Problem wirkungsvoll zu Leibe zu rücken. Die Möglichkeiten der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe sind auf sekundäre Armutsprävention begrenzt, d.h. dass auf dieser Ebene lediglich die negativsten Folgen für die betroffenen Kinder begrenzt oder abgeschwächt werden können. Dennoch müsste Armutsprävention auf der politischen Agenda der Kinder- und Jugendhilfe ganz oben stehen. Die Idee der Präventionskette verspricht hierbei erfolgreich zu sein!

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Chronische Erkrankungen und ihre Bezüge zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Kindes- und Jugendalter

Arnold Lohaus

Schon im Kindes- und Jugendalter treten nicht selten chronische Erkrankungen auf, die die Lebensqualität von betroffenen Kinder und Jugendlichen einschränken können. In diesem Beitrag wird zunächst auf die Epidemiologie chronischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sowie auf die damit verbundenen Konsequenzen für die gesundheitsbezogene Lebensqualität eingegangen. Es folgen Hinweise auf mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität betroffener Kinder und Jugendlicher. Zentrale Themen sind dabei Maßnahmen zur Steigerung des krankheitsbezogenen Wissens und der Therapiemitarbeit sowie zur Verbesserung der sozialen Unterstützung und der sozialen Integration. Ein weiterer Themenschwerpunkt liegt bei der Stärkung der schulischen und beruflichen Perspektiven. Abschließend wird auf potenzielle Entwicklungschancen durch chronische Erkrankungen eingegangen.

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Körperbehinderungen im Kindes- und Jugendalter

Personale und systemische Bedingungen auf der Grundlage der ICF

Sven Jennessen

Körperbehinderungen sind auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells von Behinderung immer und ausschließlich in der Relation von körperlicher Ausgangslage (1) sowie Möglichkeiten der Aktivität (2) und Partizipation (3) zu verstehen. Diese sind wiederum sowohl auf der Ebene der Person als auch des gesellschaftlichen Kontextes verortet. Diese drei Ebenen werden in dem vorliegenden Beitrag beleuchtet, wobei Ihnen ein aktuelles Verständnis von Körperbehinderung vorangestellt wird. Die Relevanz des familiären Umgangs mit Behinderung sowie der gesellschaftlichen Bedeutung des Körpers werden abschließend skizziert.

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Belastungsfaktoren von jungen Menschen mit ›kognitiven Beeinträchtigungen‹

Karin E. Sauer

Der Beitrag setzt einen Fokus auf die Bedeutung von Mainstream-Medien im Spannungsfeld von (Selbst-)Stigmatisierung und Stigma-Management junger Menschen mit ›kognitiven Beeinträchtigungen‹ und spricht sich für die Förderung einer entsprechenden Media-Literacy aus. Aus einer subjektbezogenen Perspektive werden mediale Texte kritisch analysiert und Strategien von Inkorporation und Widerstand aufzeigt. Belastungsfaktoren von jungen Menschen mit ›kognitiven Beeinträchtigungen‹ werden dabei als Zusammenwirken von Diskriminierung, institutioneller Gewalt und Diskursteilhabebarrieren identifiziert.

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Hochbegabung

Olga Graumann

Kinder und Jugendliche mit einer Hochbegabung haben zunächst Stärken und Schwächen, Vorlieben und Interessen wie alle Kinder und Jugendlichen. Hochbegabung ist keine Behinderung. Es sollen in diesem Beitrag jedoch Belastungsfaktoren benannt werden, die ernst genommen werden müssen. Und es wird der Frage nachgegangen, ob separate oder inklusive Förderung wirkungsvoller ist.

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Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität – Queere Jugendliche zwischen Vulnerabilität und Ressourcen

Thomas Kugler1

Der Artikel stellt Forschungsbefunde zu den Lebenslagen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Trans* (LGBT) Jugendlichen vor und geht dabei besonders auf die spezifischen Sozialisationsbedingungen ein, unter denen diese Jugendlichen aufwachsen: Dazu gehören das Fehlen von Vorbildern, heteronormative Erwartungen an Geschlechtsausdruck und Partner_innenwahl, mangelnde Unterstützung und Diskriminierungserfahrungen in Familie, Schule und Umfeld. Diese Faktoren bedingen eine spezifische psychosoziale Belastung, z.B. ein erhöhtes Suizidrisiko, und weisen LGBT Jugendliche als besonders vulnerable Gruppen aus.

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Suchtmittelkonsum und substanzbezogene Störungen in der Jugend

Christel Zenker

Der Konsum legaler und illegaler Drogen in der Jugend ist überwiegend als vorübergehendes Risikoverhalten einzustufen. Riskante Konsummuster oder Suchtstörungen entwickeln sich, wenn die Jugendlichen durch psychosoziale Risikofaktoren belastet sind und der Konsum als Lösungsstrategie anders nicht beherrschbarer Erfahrungen eingesetzt wird. Neben sozialen Problemen, sind ein deprivierendes Familienklima, süchtige Eltern und Gewalterfahrungen die Ursache für die mangelnde Resilienzentwicklung dieser Kinder und Jugendlichen. Sie fallen durch dissoziales, süchtiges Verhalten sowie weitere psychische Störungen, z.B. posttraumatische Belastungsstörungen, auf und bedürfen deshalb einer multifokalen Behandlung. Während die universelle Prävention gute Erfolge zeigt, müssen, dem Bedarf dieser belasteten Kinder und Jugendlichen angemessen, ambulante und stationäre Betreuung und Behandlung flächendeckend, strukturell und konzeptionell ausgebaut werden.

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Belastungsfaktoren junger Menschen: Schwangerschaft

Ulrike Busch

Schwangerschaften und die Geburt eines Kindes sind Übergangssituationen im Leben von Frauen, Paaren und Familien, i.d.R. Ereignisse, auf die man sich freut. Für junge, insbesondere minderjährige Frauen und deren Angehörige ist die Frage nach den zu bewältigenden Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten von besonderer Bedeutung. Der Beitrag beleuchtet Hintergründe, mögliche Ursachen und Motive für Schwangerschaften ebenso wie Anforderungen an psychosoziale und gesundheitliche Begleitung sowie die entsprechenden fachlichen Akteure.

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Flucht, ihre Folgen und: »Ich wünsche mir ein ganz normales Leben!«

Pia Andreatta

Der Beitrag befasst sich mit Belastungsfaktoren junger Menschen durch Konflikt, Krieg und Flucht. Erörtertet werden zunächst die Situation vor der Flucht, kinder- und jugendspezifische Fluchtgründe und Belastungen während der Flucht. Vor dem Hintergrund des Ansatzes der sequentiellen Traumatisierung wird gezeigt, wie sich viele Problematiken von der Zeit »davor« in Folge auch im Aufnahmeland, als Fortsetzung von bereits Erlittenem, darstellen. Die Belastungskette hat mit dem Entrinnen aus den Konfliktzonen noch keinesfalls ein Ende gefunden, sondern für viele beginnt gerade im Aufnahmeland wiederum eine sehr schmerzliche – neue oder zumindest reaktivierende traumatische – Sequenz. Unter diesen Aspekten werden Belastungsfolgen skizziert und vor allem Überlegungen angestellt, was wir – im Sinne sozialer und pädagogischer Unterstützung und Resilienzförderung – tun können und mit welcher grundlegenden Haltung dies zu tun wäre.

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