Thema 

 


Die Wichtigkeit von Grenzen in der Erziehung

Klaus A. Schneewind

Der Beitrag informiert über wichtige Merkmale von Kompetenzen, die Eltern im Umgang mit ihren Kindern benötigen, um eine »gute« Erziehung zu ermöglichen. Hierzu wird ausführlicher das Erziehungs- und Beziehungskonzept »Freiheit in Grenzen« vorgestellt, welches sich an Eltern mit Kindern im Vorschulalter, Grundschulalter und Jugendliche richtet. Lesen Sie mehr...

 

 

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Grenzsetzung und Kinderrechte

Der Kinderrechtsansatz in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Jörg Maywald

Das Bedürfnis nach sinnvollen Begrenzungen, Regeln und Strukturen gehört zu den Grundbedürfnissen jedes Kindes (Brazelton/Greenspan 2009). Durch wohlwollende erzieherische Grenzziehung lernen die Kinder, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, Nähe und Distanz angemessen zu regulieren und die Grenzen anderer Menschen zu respektieren. Entscheidend ist dabei, dass Grenzsetzungen kindgerecht erfolgen, das heißt mit den Rechten der Kinder vereinbar sind. Die Einführung des Kinderrechtsansatzes und einer damit verbundenen Ethik pädagogischer Beziehungen auf Basis der in der UN-Kinderrechtskonvention niedergelegten Menschenrechte für Kinder bieten hierfür die zentrale Orientierung.

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Abschied vom Perfektionismus

Peter Schneider/Line Tabakovic

Der Umgang von Erwachsenen mit Kindern und Jugendlichen ist durch Auseinandersetzungen um Regeln geprägt. Dieses Thema wurde in den letzten Jahren mit Berichten über sogenannte Problemschulen bis hin zur Debatte um einen Handschlag zur Begrüßung mit viel rhetorischer Aufregung medial verarbeitet. Strenge Disziplin und eine rigorose Durchsetzung von Regeln sind wieder in Mode gekommen, wobei die Inhalte angewendeter Regelwerke relativ zufällig und oft nicht sinnvoll zu begründen sind. Das Mittel wird zum Zweck, Regeln erhalten einen quasi-religiösen Charakter, der nicht mehr infrage zu stellen ist. Wer jedoch den Wunsch hegt, dass aus Kindern und Jugendlichen später mündige Erwachsene werden, die in der Lage sind, mit dem komplexen Geflecht von Regeln und Normen in einer Gesellschaft souverän umzugehen, sollte bemüht sein, diese überschaubar, nachvollziehbar und vor allem verhandelbar zu gestalten. Lesen Sie mehr...

 

 

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Grenzsetzung in der KiTa

Malte Mienert

Die Begriffe Grenzen, Regeln, Konsequenzen, Strafen, Verhandlungen werden im Alltag von Kindertagesstätten nicht einheitlich verwendet. Der folgende Artikel widmet sich dem Setzen von Grenzen und der Vereinbarung von Regeln mit Kindergartenkindern aus entwicklungspsychologischer Perspektive. Die unterschiedlichen Begriffe werden geklärt, ihr entwicklungspsychologischer Hintergrund wird dargelegt und Hinweise werden gegeben, wie Verhaltenserwartungen mit Kindergartenkindern altersgerecht besprochen werden können.

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Grenzsetzung und Strafe in der Heimerziehung

Sven Huber

Redl (1987) verfolgte das Ziel, die Themen der Grenzsetzung und Strafe aus der von ihm identifizierten »geistigen Windstille herauszumanövrieren« (ebd., 206). Noch heute werden diese Themen (sozial-)pädagogisch eher »oberflächlich und unachtsam« (ebd.) behandelt. Hier werden einige Momente dieser gegenwärtigen Situation in groben Zügen skizziert: die eingeschränkten Forschungsbemühungen, ein stark auf Positionierung hin angelegter (sozial-)pädagogischer Fachdiskurs, das Problem der ­begrifflichen Verschleierung und die (prekäre) Rolle des Fallverstehens.

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Grenzen setzen mithilfe von Körpereinsatz: Verstoß gegen das »Gewaltverbot in der Erziehung« und/oder entwicklungsförderliche Intervention?

Mathias Schwabe

Mit Hilfe dreier Beispiele werden pädagogische Kriterien entwickelt, die den Einsatz von Körperkraft/Zwang/Gewalt in bestimmen Fallkonstellationen und Situationen als sinnvoll, weil entwicklungsförderlich erscheinen lassen, auch wenn Selbst- und Fremdgefährdungen nicht vorliegen, sondern es »nur« um die Durchsetzung von pädagogischen Regeln und Forderungen geht. Gleichzeitig wird die Spannung solcher ­Handlungen zu pädagogischen Grundüberzeugungen und zur Gesetzeslage aufgezeigt. Für einen verantwortlichen Umgang mit Zwang werden elf institutionelle Einbettungen empfohlen. Zum Schluss wird der Begriff »enabling violation« der indischen Literaturwissenschaftlerin Gayatri C. Spivak skizziert, um die unaufhebbaren Ambivalenzen solcher Grenzsetzungen theoretisch und praktisch aufzuzeigen.

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Grenzsetzung bei dissozialen, aggressiven Kindern und Jugendlichen

Andreas Dutschmann

Grenzsetzungen bei Kindern und Jugendlichen mit aggressivem Verhalten haben nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn sie besonnen und professionell erfolgen. Zur Handlungsorientierung in schwierigen Situationen wird die »3-mal-3-Strategie« vorgeschlagen.

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Das Konzept Neue Autorität in der Jugendhilfe

Neue Autorität mit gewaltlosem Widerstand in einer therapeutischen Wohngruppe – Jugendhilfe zwischen Struktur und Beziehung, zwischen Zucht und Liebe

Gunter Adams/Elisabeth Uschold-Meier

»Es gibt immer mehr Kinder, die den Erwachsenen Sorgen und Probleme bereiten, die aggressiv sind, verwahrlost, mit dem Gesetz in Konflikt geraten; Kinder, die durch das, was ihnen angetan worden ist, so geschädigt, verbittert, zerbrochen sind, dass sie nur noch mit Hass, Wut und Zerstörung reagieren; Kinder, die am Ende keiner mehr will.« Mit diesen Worten wird in die deutsche Übersetzung eines Buches von Fritz Redl und David Wineman von 1951 eingeführt mit dem Titel: »Children Who Hate. The Disorganization and Breakdown of Behavior Controls«. In der Erziehung dieser Kinder wechselte Jugendhilfe in ihrer Geschichte mehrfach zwischen einer Erziehung des Führens, mit klaren Regeln und hierarchischen Strukturen und eine Erziehung des Wachsenlassens mit Bedürfnisorientierung und liebevoller Beziehung. Weder die Aufmerksamkeitshypothese einer bedürfnisorientierten Jugendhilfe, die ihren Höhepunkt in einer individuellen Erlebnispädagogik unter Palmen gefunden hat, noch eine Zucht und Kontrollpädagogik mit »Respekttrainern« in Camps ehemaliger Boxer, wie Kannenberg oder in geschlossener Heimerziehung mit klaren Sanktionen lösen das pädagogische Dilemma. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet der Weg der Neuen Autorität von Haim Omer.

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Therapeutischer Humor – Konfliktlösung leicht gemacht

Michael Titze

Zwischenmenschliche Konflikte werden häufig einseitig gelöst: Entweder affektiv, nach der Devise »Durchsetzen um jeden Preis« oder rational-beschwichtigend, entsprechend dem Motto »Der Klügere gibt nach!« Der therapeutische Humor nimmt einen alternativen Weg. Dieser offenbart die Freude am kooperativen Spiel und ist durch paradoxe Selbstironie und selbstbewusste Naivität gekennzeichnet. Mit einem versöhnlichen Lächeln lassen sich zwischenmenschliche Konflikte dabei »spielend« auflösen. Daher zeigt sich ein konstruktiver Humor stets in einem heiteren Gesichtsausdruck. Dadurch wird eine zwischenmenschliche Brücke zwischen anfänglichen Kontrahenten aufgebaut, die sich schließlich im gemeinsamen Lachen festigt.1

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Grenz-Setzungen bei Mädchen in der Jugendhilfe

Birgit Bütow

Zwischen der Förderung von weiblicher Eigensinnigkeit und der Notwendigkeit, Mädchen in den Erziehungshilfen Grenzen zu setzen, scheint es einen unauflöslichen Widerspruch zu geben. Die Praxis der Jugendhilfe zeigt, dass Genderkonstruktionen in Gestalt von überkommenen Stereotypen nach wie vor immer noch gültig sind und dazu führen, dass Mädchen benachteiligt und biografische Erfahrungen durch die Jugendhilfe und insbesondere Praktiken der Grenz-Setzung repliziert werden. Dies wird anhand aktueller Studien exemplarisch aufgezeigt. Zugleich wird darauf insistiert, dass Jugendhilfe auch die Aufgabe hat, Mädchen darin zu bestärken, Grenzen zu setzen. Mit Rekurs auf die Prämisse der parteilichen Mädchenarbeit wird skizziert, dass zwischen dem Setzen von Grenzen und der Förderung des Eigensinns von Mädchen kein Widerspruch besteht. Vielmehr bedarf es eines komplexen pädagogischen Arrangements, um Genderkonstruktionen als Ausgangs- und Reflexionsinstrument in eine solche Praxis zu transformieren.

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Grenzen für Jungs in der Jugendhilfe

Wolfgang Tischner

Jungen und Mädchen leben, trotz vieler Gemeinsamkeiten, in verschiedenen Welten. Das hat unter anderem auch Auswirkungen darauf, was sie, bezogen auf ihr jeweiliges Geschlecht, erzieherisch brauchen und wie sie auf einzelne Erziehungsmaßnahmen ansprechen.

Die folgenden Ausführungen dazu, die aus Gründen notwendiger Beschränkung nur wenig ins Detail gehen können, markieren, dargestellt am Beispiel der Erziehungshilfen, lediglich geschlechtstypische Tendenzen, die sich nicht eins-zu-eins auf den Einzelfall übertragen lassen.

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Traumapädagogischer Umgang mit Regeln und Grenzen

Hans-Jörg Koten

75 % der betreuten Mädchen und Jungen in teilstationären und stationären Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe haben nach einer Studie (Schmid, Jaritz und Wiesinger) traumatische Lebensereignisse. Die Folgen dieser Belastungen zeigen sich in den Überlebens- und Bewältigungsstrategien, welche diese Kinder und Jugendlichen (im nachfolgenden wird der Einfachheit halber nur noch von Kindern gesprochen) entwickelt haben. Oftmals führen diese Strategien die Mitarbeitenden in den Einrichtungen an eigene Belastungsgrenzen. Äußere Sicherheiten helfen Fachkräften und Kindern, sich zu stabilisieren und inneren Halt zu entwickeln.

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