Jugendhilferecht im Überblick  

 

Zum Wunsch- und Wahlrecht bei Leistungen nach § 35 a SGB VIII

Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg, Beschluss vom 18. Oktober 2006 – 4 LA 42/05

Das für alle Leistungen nach § 35 a SGB VIII geltende Wunsch- und Wahlrecht des Leistungsberechtigten nach § 5 SGB VIII ist vom Jugendhilfetr_ger zwingend zu beachten. Entstehen keine unverhältnismäßigen Mehrkosten und ist die vom Leistungsberechtigten gewählte Einrichtung und Form der Hilfe (Teilnahme an einer Lerntherapie in einem Lehrinstitut für Orthografie und Schreibtechnik) in gleicher Weise zur Behandlung der festgestellten Beeinträchtigung (Schriftspracherwerbstörung/Legasthenie) geeignet, ist der Jugendhilfeträger nach der Soll-Vorschrift des § 5 Abs.2 Satz 1 SGB VIII gehalten, der Wahl und den Wünschen des Leistungsberechtigten zu entsprechen, sofern kein atypischer Fall vorliegt, der ein Abweichen vom Regelfall rechtfertigt.

Fundstelle: NdsVBl 2007, 52

 

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