Jugendhilferecht im Überblick  

 

Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege bei einer Pflegeperson mit einem Alkoholproblem


Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg, Urteil vom 10. April 2002 - 4 LB 53/02

Der Träger der öffentlichen Jugendhilfe darf die notwendige und von der personensorgeberechtigten, alkoholkranken Mutter für ihr Kind gewünschte Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege bei einer bestimmten Pflegeperson nicht ausnahmslos mit der Begründung ablehnen, diese Maßnahme sei ungeeignet, weil sie dem fachlichen Grundsatz widerspreche, dass ein Kind, das im Elternhaus die Probleme des Alkoholismus erlebt habe, nicht in eine Pflegefamilie mit Alkoholstrukturen hineingegeben werden dürfe, unabhängig davon, wie hoch im konkreten Einzelfall die Rückfallgefahr einzuschätzen sei.

Die der Pflegeperson nach eingehender Prüfung ihrer persönlichen und häuslichen Verhältnisse erteilte Pflegeerlaubnis hat Indizwirkung dahin, dass das Wohl des Kindes in der Pflegefamilie gewährleistet und diese Hilfe für seine Entwicklung geeignet ist.

Fundstelle: JAmt 2002, S. 195

 

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